"Wenn das Wunschkind auf sich warten lässt"

Sandra Frauenberger präsentiert Broschüre zum unerfüllten Kinderwunsch 


Psychische und physische Herausforderungen bei künstlicher Befruchtung

Fortpflanzungsmedizinische Angebote sind für viele Frauen und Paare mit unerfülltem Kinderwunsch die letzte Hoffnung ein eigenes Kind zu bekommen. Die Zahl der Paare, die künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen, steigt kontinuierlich, denn das Kind gehört zur Lebensplanung und der Leidensdruck, wenn es mit dem Wunschkind nicht klappt, ist oft sehr hoch. Dabei liegt der Fokus auf der Schwangerschaft, die physischen und psychischen Herausforderungen werden oft nur unzureichend oder gar nicht bedacht. „Es ist jedoch wichtig, vor der Entscheidung zu einer solchen Behandlung nicht nur über rechtliche und medizinische Fragen informiert zu werden, sondern auch über die psychischen und körperlichen Belastungen, die auf Frauen und Paare zukommen. Frauen dafür zu sensibilisieren, worauf sie sich dabei einlassen, ist Auftrag dieser Broschüre", sagt die Wiener Gesundheits- Sozial- und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger. "Das klare gesundheits- und frauenpolitische Anliegen ist, Frauen und Paare durch umfassende Aufklärung möglichst gut zu informieren und sie aufzufordern, dem Für und Wider von künstlicher Befruchtung ausreichend Raum zu geben", so die Stadträtin. Die Broschüre präsentiert Frauenberger gemeinsam mit der Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit, Kristina Hametner im Wiener Rathaus.

"Bei unerfülltem Kinderwunsch darf das Wechselspiel von Körper und Seele nicht vernachlässigt werden. ‚Wenn das Wunschkind auf sich warten lässt‘ thematisiert daher auch diese Aspekte und wir sehen in ihr einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Gesundheitskompetenz: Jede Frau, die unter unerfülltem Kinderwunsch leidet und sich mit Gedanken an eine künstliche Befruchtung trägt, soll die Chance haben, eine so tiefgreifende Entscheidung auf Basis von objektiver, umfassender Information – auch über die Schattenseiten - zu treffen. Nur so kann sie eine für sie richtige Entscheidung treffen, die ja im Falle für die künstliche Befruchtung auf ihrem Körper ausgetragen wird“, sagte Hametner.

Die Broschüre wurde mit namhaften Expertinnen und Experten entwickelt. Jutta Fiegl, Vizerektorin der Sigmund Freud Privatuniversität, Abteilungsleiterin für Psychotherapie im Gesundheitswesen und Mitautorin: "Als Psychotherapeutin sehe ich immer wieder, wie mangelndes Wissen über die Aspekte der künstlichen Befruchtung zu Krisen in der Partnerschaft führen kann. So ist zum Beispiel im Vorfeld auch zu besprechen, was es für die Beziehung bedeutet, wenn das Kind genetisch nicht das eigene ist. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen - beispielsweise das Recht des Kindes auf Wissen seiner Herkunft – können für das Paar eine Herausforderung sein."

Fiegl sieht in der Aufklärung einen wesentlichen Schritt zur informierten, selbstbestimmten Entscheidung. Diese Meinung vertritt auch Mitautor Peter Kemeter, Pionier der künstlichen Befruchtung, der in seinem Institut gemeinsam mit Fiegl einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt: „Unserem psychosomatischen Konzept entsprechend fassen wir als primäres Ziel die Gesundung des Kinderwunschpaares ins Auge und erst in zweiter Linie die Schwangerschaft und das Kind. Das führt in etwa 25 Prozent zum spontanen Eintritt einer Schwangerschaft und oft auch dazu, dass IVF-Behandlungen, die bisher immer erfolglos verliefen, erfolgreich werden“, so der Reproduktionsmediziner.

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