Wien setzt weiterhin auf Mehrstufenklassen

Mit einem Festumzug durch die Wiener Innenstadt ging heute die Aktionswoche anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Wiener Mehrstufenklassen zu Ende.

 

Im Rahmen der Aktionswoche fanden an zahlreichen Wiener Schulen Präsentationen und Veranstaltungen statt, einen besonderen Höhepunkt stellte ein Festempfang mit einem Vortrag des renommierten Hirnforschers Prof. Dr. Gerald Hüther dar.

Zum Abschluss der Aktionswoche bekräftigten Wiens Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky und der amtsführende Wiener Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer, dass Wien alles tun werde, um den Weiterbestand des bewährten Modells der reformpädagogischen Mehrstufenklassen auch für die Zukunft zu sichern: „Mit dem Modell der Wiener Reformpädagogischen Mehrstufenklasse hat Wien ein erfolgreiches Schulmodell geschaffen, das sich allergrößter Beliebtheit bei Kindern und Eltern erfreut. Dieses muss auch künftig in bewährter Qualität garantiert sein“. Sie richteten daher einen Appell an den Bund, die für die zahlreichen reformpädagogischen Modelle in Wien benötigten LehrerInnenressourcen abzusichern.

Das Konzept der Mehrstufenklasse

Im Wiener Modell der Mehrstufenklasse lernen Kinder unterschiedlichen Alters gemeinsam in einem Klassenverband. Hierdurch wird der gerade in diesem Alter oft sehr unterschiedlichen Entwicklung der Kinder optimal entsprochen. Durch das bewusste Einsetzen der Altersmischung gelingt der „pädagogische Idealfall“, dass die Kinder einander den Lehrstoff auch gegenseitig erklären und vermitteln. Das Modell der Mehrstufenklasse entspricht somit dem Anspruch moderner Schule, gleichermaßen zu fordern wie zu fördern.

Im heurigen Schuljahr werden an Wiens Volksschulen 117 Mehrstufenklassen mit reformpädagogischem Schwerpunkt geführt. In den Wiener Mehrstufenklassen werden insgesamt ca. 2800 SchülerInnen unterrichtet.

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